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Alle | 28.11.2017

UKGM: Einigung über Eckpunkte zu Gesundheitsschutz und Personalentlastung

Die Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg und die Gewerkschaft ver.di haben sich am Montagabend auf einen Kompromiss in den Tarifgesprächen zu Gesundheitsschutz und Personalentlastung und über die Schaffung neuer Stellen verständigt. An beiden Standorten sollen Springerpools im Pflege- und Funktionsdienst geschaffen werden, die bei Ausfällen auf Station für Ersatz und Entlastung sorgen. Die Regelung soll vom 1. Mai 2018 bis 31. Dezember 2019 gelten.

Die Eckpunkte in der Übersicht:

  • Einstellung von bis zu 104 zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege, in der Physiotherapie, in der Zentralsterilisation, in der OP- und Anästhesiepflege, der Technik und im Geschäftsbereich IT.
  • Einrichtung eines Springer-Pools für den Pflege- und Funktionsdienst in Gießen und Marburg mit einem Teil der neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • Öffnungsklausel auf betrieblicher Ebene für einen Standby-Dienst, also einen speziellen Rufdienst für sehr kurzfristige Ausfälle.
  • Durch die Umsetzung des „Zukunftspapiers für die Weiterentwicklung der mittelhessischen Universitätsmedizin“ zwischen dem Land Hessen und UKGM sollen zudem tarifvertragliche Regelungen über einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, die Übernahme Auszubildender und ein Ausgliederungsverbot für Betriebsteile vereinbart werden.

Zur Umsetzung der Regelungen soll es eine begleitende, paritätisch besetzte Clearingstelle mit beratender Funktion geben. Die Eckpunkte der Einigung stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Gremien beider Verhandlungspartner.

Dr. Gunther K. Weiß, Vorsitzender der Geschäftsführung und Kaufmännischer Geschäftsführer am Universitätsklinikum Marburg: „Der Gesundheitsschutz und die Entlastung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen für uns im Zentrum dieser Tarifgespräche. Nach langen und schwierigen Verhandlungen sind wir gestern Abend zu einer guten, einvernehmlichen und praktikablen Lösung gekommen. Diese nimmt auch den politischen Willen der Bundesregierung ein Stück weit vorweg, denn ab 2019 sollen in allen Krankenhäusern allgemeinverbindliche Mindeststandards für die Personalbesetzung gelten, die dann auch von den Krankenkassen gegenfinanziert werden müssen.“

Die Koalition von CDU/CSU und SPD hatte die Partner der Selbstverwaltung aufgefordert, bis Mitte 2018 einen Vorschlag zur Umsetzung zu unterbreiten, geschieht dies nicht, so erfolgt eine Festlegung der Personalstandards in allen deutschen Kliniken durch das Bundesgesundheitsministerium.

Kontakt:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Rudolf-Buchheim-Straße 8
35390 Gießen
und
Baldingerstraße
35042 Marburg

Frank Steibli
Leiter Kommunikation und Pressesprecher
T. (0641) 985-51020
M. (0160) 7120456
frank.steibli(at)uk-gm.de
www.ukgm.de